Baustein 2: Bahnbetrieb planen
Vom Kundenauftrag zur abfahrbereiten Zugleistung.Ein Zug soll von A nach B fahren. Noch gibt es weder Trasse noch Fahrzeug, Personal oder fertigen Fahrplan.
Im Güterverkehr beginnt die Planung oft mit einer konkreten Kundenanfrage, im SPNV mit einer Ausschreibung und im SPFV mit der Idee für ein eigenwirtschaftliches Angebot. Was unterschiedlich beginnt, führt zur gleichen Aufgabe: Aus den Anforderungen muss eine fahrbare Zugleistung entstehen.
Wie lang darf der Zug sein? Welches Fahrzeug kann ihn fahren? Welches Personal wird benötigt? Wo kann der Zug abgestellt werden und welche weiteren Leistungen müssen organisiert werden?
Baustein 2 begleitet die Teilnehmenden Schritt für Schritt durch diese Fragen. Sie prüfen die Voraussetzungen, planen Fahrzeuge und Personal, bestellen die benötigten Leistungen und sorgen dafür, dass der Zug tatsächlich fahren kann.
Darum geht es in dieser Disponentenschulung
- Lektion 1: Von A wie Abstellgleis bis Z wie Zuglok: aus welchen Einzelleistungen eine Zugfahrt besteht
- Lektion 2: Welche Informationen wir benötigen, damit wir eine Zugfahrt durchführen können
- Lektion 3: Regeln für die Zugbildung
- Lektion 4: Personal- und Dienstplanung (Teil 1): Arbeitszeitgesetze und Tarifverträge
- Lektion 5: Fahrzeugeinsatzplanung: Umlaufpläne erstellen
- Lektion 6: Bremsstellungen und Bremsberechnung
- Lektion 7: Das Trassenpreissystem der DB InfraGO
- Lektion 8: Trassen bestellen
- Lektion 9: Stationshalte anmelden (Personenverkehr)
- Lektion 10: Abstellungen und Zusatzleistungen an Bahnhöfen
- Lektion 11: Sauber von innen und außen: Reinigung, Bewässerung und WC-Entleerung (Personenverkehr)
- Lektion 12: Personal- und Dienstplanung (Teil 2): vom Fahrzeugumlauf zum Schichtplan
- Lektion 13: Personal- und Dienstplanung (Teil 3): vom Schichtplan zur Diensteinteilung
- Lektion 14: Welche Unterlagen Lokführer:innen brauchen, damit der Zug fahren kann
Bei der Umlaufplanung muss auf Wirtschaftlichkeit geachtet werden. Gleichzeitig müssen ausreichend Pufferzeiten vorhanden sein, damit die Züge pünktlich rollen.
Optional (kundenspezifisch):
- Wagenlisten und Bremszettel für lokbespannte Züge erstellen
- Besonderheiten bei internationalen Verkehren
- Besonderheiten bei Gefahrguttransporten (Güterverkehr)
- Besonderheiten bei Abfalltransporten (Güterverkehr)
- Besonderheiten bei außergewöhnlichen Sendungen und kombiniertem Verkehr (Güterverkehr)
- Besonderheiten bei Nachtreisezügen (Personenverkehr)
Wählen Sie das passende Format für Ihr Disponentenseminar:
Die nachfolgenden Konditionen gelten für exklusive Firmenseminare.
Sie möchten ein bis drei Mitarbeitende gezielt schulen lassen lassen? Dann sind unsere offenen Seminare genau das Richtige für Sie. Hier finden Sie alle Termine.
Online Live
Live und persönlich am Bildschirm- 3 Online-Sessions à 4,75 Stunden inkl. Pausen live am Bildschirm in professioneller Studioqualität
- Bis zu 6 Teilnehmende pro Kurs
- Persönliche Begleitung
- Umfangreiches Handbuch als PDF-Datei
- Video-Mitschnitt des Seminars gegen Aufpreis
- Zusammenstellung der wichtigsten Gesetze, Verordnungen und Regelwerke
- Abschlusstest
- Teilnahmebestätigung
Live vor Ort
Klassische Inhouse-Schulung- 2 Seminartage direkt bei Ihnen im Unternehmen
- Bis zu 6 Teilnehmende pro Kurs
- Persönliche Begleitung
- Umfangreiches Handbuch in Papierform und zusätzlich als PDF-Datei
- Fotoprotokoll zum Download
- Zusammenstellung der wichtigsten Gesetze, Verordnungen und Regelwerke
- Reise- und Übernachtungskosten für den Trainer inklusiv
- Abschlusstest
- Teilnahmebestätigung
Wer ist Ihr Seminarleiter Dominik Sommerer?
Das Seminar „Bahnbetrieb planen“ wird von von mir, Dominik Sommerer, persönlich geleitet. Nur für den Fall, dass Sie mich noch nicht kennen:
Züge, Zugfahren und nachhaltige Mobilität faszinieren mich seit meiner Kindheit. Ich habe zehn Jahre lang als Betriebsplaner und Disponent in verschiedenen Bahnunternehmen im Personen- und Güterverkehr gearbeitet.
Ich bin Verkehrsfachwirt, Ausbilder mit IHK-Zertifikat, Buchautor und dank meiner bahnbetrieblichen Qualifikation als Zugführer und Rangierbegleiter wortwörtlich praxis„erfahren“.
Fragen und Antworten, die Sie interessieren dürften …
Allgemein
Für wen ist der Kurs gedacht?
Die Hauptzielgruppe sind Betriebsplaner:innen, Disponent:innen und Leitstellenmitarbeiter:innen im Bahnbetrieb.
Gibt es Teilnahmebedingungen?
Die Teilnahme an Baustein 2 ist nur sinnvoll, wenn die Teilnehmenden Baustein 1 besucht oder eine bahnbetriebliche Ausbildung abgeschlossen haben, z.B. als Eisenbahner:in im Betriebsdienst.
Wie viele Personen können teilnehmen?
Um eine gute individuelle Begleitung zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden auf maximal 6 Personen begrenzt. Abweichungen können bei Bedarf vereinbart werden.
Kann man in so kurzer Zeit wirklich eine gute Disponentin oder ein guter Betriebsplaner werden?
Ja. Im hektischen Alltag einer Leitstelle ist oft keine Zeit, Dinge in Ruhe zu erklären – oder erklärt zu bekommen. Segeln im Sturm zu lernen, ist ziemlich mühsam. In dieser Schulung lernen Teilnehmende klar strukturiert, wie sie Zugfahrten professionell organisieren und was dafür benötigt wird.
Haben die Teilnehmenden während des Disponentenseminars Zeit für wichtige Telefonate und E-Mails?
Damit Ihr Unternehmen und die Teilnehmenden maximal von dieser Schulung profitieren, empfehlen wir während des Seminars eine Freistellung von der „planmäßigen Arbeit“. Bitten Sie Ihre Mitarbeitenden darum, wichtige Aufgaben möglichst vor dem Seminar abzuschließen. Für dringende E-Mails und Telefonate werden wir ausreichend Pausenzeiten vorsehen, die wir gemeinsam am ersten Seminartag abstimmen.
Zum Selbstlernkurs
Warum wird dieser Baustein nicht als Selbstlernkurs angeboten?
Die Marktsegmente der Eisenbahnunternehmen unterscheiden sich stark nach Personennahverkehr, Personenfernverkehr, Güterverkehr, lokbespannten Zügen, Triebzügen und Traktionsarten.
Es ist kaum möglich, diese Vielfalt in einem automatisierten Kurs abzubilden. In unseren Live-Seminaren (online und vor Ort) können wir individuell auf alle Schwerpunkte und Besonderheiten eingehen.
Zum Online-Seminar
Wie lange dauert der Kurs?
Das Online-Seminar „Bahnbetrieb planen“ dauert insgesamt 12 Stunden.
Sie wählen, wie oft wir uns online treffen und bestimmen das Lerntempo. Empfehlenswert sind maximal vier Stunden Online-Unterricht pro Tag.
Welche Soft- und Hardware benötigen die Teilnehmenden?
Wir arbeiten am liebsten mit der Software Zoom, die Sie hier gratis herunterladen können. Ansonsten reicht für diesen Kurs die Standardsoftware aus, die in der Regel auf jedem Endgerät vorinstalliert ist: ein Internetzugang, eine E-Mail-Adresse, ein Internetbrowser und ein Programm zum Lesen von PDF-Dateien (Adobe Reader).
Ferner benötigen sie eine Kamera, also entweder die im Gerät integrierte oder eine externe Kamera, die sich mit dem Computer verbinden lässt. Für das Seminarerlebnis ist es wichtig, dass sich alle sehen und hören können.
Sollten Sie Zoom nicht nutzen wollen oder dürfen, besprechen wir Alternativen und nutzen ein anderes Programm.
Welche Vorteile hat eine Online-Schulung?
- Die Seminarpreise sind günstiger, weil keine Reise- und Übernachtungskosten anfallen.
- Statt einem anstrengenden 6-Stunden-Seminartag können die Inhalte entspannt (z. B. auf zwei halbe Tage) verteilt werden.
- Sie können die Schulung mit anderen Unternehmen teilen und dadurch Kosten sparen (Kurs-Sharing).
- Sie können gegen Aufpreis einen Video- und Audio-Mitschnitt erwerben. So können die Teilnehmenden den Stoff später leicht wiederholen.
- Sollte eine Person nicht teilnehmen können, z.B. im Fall von Urlaub, Krankheit oder schlechter Internetverbindung, kann sie den Kurs mithilfe der Aufzeichnung nachholen.
Zum Inhouse-Seminar
Wie lange dauert das Disponentenseminar?
In zwei Tagen lernen die Teilnehmenden in Planspielen anhand von Beispielzügen, wie sie Zugfahrten professionell organisieren und was dafür alles benötigt wird.
Sie haben noch weitere Fragen? Vereinbaren Sie ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch mit uns.
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Du oder Sie?
Unter Eisenbahner:innen ist das „Du“ üblich. Weil wir uns noch nicht kennen, verwenden wir hier überwiegend die „Sie“-Form. Wenn Sie sich mit dem „Du“ wohler fühlen, können Sie uns gern duzen. Wir duzen dann zurück.
















